Cellomusik zwischen Barock und Romantik (19. Jahrhundert)
Die Cellosuiten von Bach waren für Cellisten geschrieben worden, die das Cello bis zur 4. Lage sicher beherrschten. Die Griffe sind zum Teil extrem schwer, wenn man der originalen Notation folgt (was einem erwachsenen Cellisten eine Ehre ist). Bach hat überall so komponiert, wie es sein musikalisches Genie verlangt, ohne auf die Probleme einer Spieltechnik Rücksicht zu nehmen. Er selbst war ein höchst virtuoser Organist und Pianist, er spielte sogar selbst ein wenig Cello. Es gab zu seiner Zeit Cellisten, welche die Suiten so aufführten, wie Bach sie geschrieben hatte. Die Tempi sind nicht bekannt, das Mälzel-Metronom wurde erst zu Beethovens Zeiten eingesetzt (1770 - 1827), auch bei vielen Haydn-Konzerten (1732 - 1809) sind die Tempi nicht ganz klar. Joseph Haydn kannte einen ausgezeichneten Cellist und komponierte klar für das Cello in den oberen Lagen, im 19. Jahrhundert schließlich folgten die großartigen romantischen Konzerte von Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Eduard Lalo
und auch berühmte Miniaturen wie das Kol Nidrei von Max Bruch. Das Schelomo (1915) und das Prayer (1924) von Ernest Bloch stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Diese Stücke und die Bachsuiten sind es, die dem Cello seinen Stellenwert als das vielleicht romantischste Instrument verleihen. Doch die Klassiker wie die großartigen Haydn-Konzerte und die bemerkenswerten Beethoven-Sonaten sollten bei der Cellomusik nicht vergessen werden.
21.07.17 Kaufbeuren
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